Sylvester bei der Rasselbande

Zuerst wünsche ich allen meinen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr und hoffe, ihr seid gut reingerutscht.

Nun, wie bereits berichtet, ist Teddy an Sylvester zu Sylvias Rasselbande umgezogen. Ich habe schon am Vortag alle seine Siebensachen gepackt: Caddy, Snackball, Knabberhölzer, Nagelscheren, Fellbürste, Impfpässe usw. So mußte ich am Sylvestermorgen nur noch die Heuraufe und den Wasser- und Futternapf leeren und die benutzte Einstreu entsorgen. Dann wurde Teddy zum Abschied noch einmal ganz doll geknuddelt und mitsamt seinem Handtuch in den Caddy gesetzt.

Natürlich mußte auch Krümels Tasche gepackt werden: Windeln, Babynahrung, Schnuffelhase, Rassel und Schnuller. Schließlich wurde Krümel angezogen und im Autositz angeschnallt. Dann startete Familie Ohrenmonster auf zur großen Fahrt.

Bei Sylvia angekommen, wurde alles wieder auspackt. Soviel “Gepäck” hatten wir noch nicht einmal bei, als wir in Urlaub gefahren sind! ;) Sylvia durfte erst einmal Krümel begrüßen, während wir Balou und Armani begrüßt haben, die schon Wache an der Tür standen. Sogar Muckl kam kurz kontrollieren, was in “ihrer” Wohnung so vor sich geht und war für ihre Verhältnisse sogar sehr lieb, was mich sehr beeindruckt hat.

Sylvia hatte im Wohnzimmer eine neutrale Decke ausgebreitet, ein Außengehege aufgebaut und erst einmal Teddy hineingesetzt, damit er sich von der Fahrt erholen konnte. Kurze Zeit später haben wir dann Handtuch bzw. T-Shirt der jeweils anderen Partei gegeneinander ausgetauscht.

Schließlich kam die Stunde der Wahrheit und Leo und Strubbel wurden in das Gehege gesetzt.

 Teddy thronte hoch oben auf seinem Häuschen, und als Leo mit der Kontaktaufnahme begann, fing Teddy doch tatsächlich an, Ohrfeigen zu verteilen! Das muß man sich mal vorstellen: mein kleiner und sonst so ängstlicher Schisser verteilt Backpfeifen an jemanden, der doppelt so groß und doppelt so schwer ist! Als wollte er sagen: “Das ist mein Haus, weg da! Alles meins, meins, meins!”  Doch Leo ließ sich das natürlich nicht zweimal sagen und antwortete:” Ich zeige Dir mal, was hier meins ist.” und besprang Strubbel!

Strubbel schien darüber ziemlich erbost: “Was ist denn jetzt los? Das gab es die ganzen Monate doch nicht! Das hast Du jetzt nicht aus Liebe getan! Bloß, weil hier so eine halbe Portion mit seinem Haus angeben muß, lasse ich mich von Dir nicht bespringen! Ich bin schließlich emanzipazipiert, oder so ähnlich.”  Und so jagte sie ihrerseits Leo.

Teddy war daher erstmal außen vor, sprang aber mit munteren Hüpfern zwischen den beiden hin und her. So kam es, daß nach kurzer Zeit alle ziemlich geschafft waren und sich in gegebenem Abstand voneinander ausruhen mußten.

In dieser Zeit haben sich Sylvia und Familie Ohrenmonster dann um Krümel gekümmert. Wie war seine Reaktion auf die Rasselbande? Ziemlich cool. Für ihn war scheinbar alles: “Uuiii” : “Uuii, da ist Sylvia. Mit ihr kann man aber schön lachen und flirten.”

“Uuii, eine Katze, ein Kater” (Balou hat uns begrüßt.)

“Uuii, noch eine Katze, ein Kater.” (Armani mußte aufpassen, daß Krümel auch ja nichts passiert und Mama und Papa Ohrenmonster alles richtig machen.)

“Uuii, noch ein großer schwarzer Kater.” (Pascha legte sich neben das Kaninchengehege.)

“Uuii, ein Aquarium, eine schöne Tapete, eine schöne  Lampe.” (Krümel guckt spazieren, obwohl er eigentlich schlafen wollte.)

“Uuii, laute Vögel im Tierzimmer.” (Krümel besucht Flori und Fine.)

Gegen abend haben wir dann zuerst Teddy ins Kaninchengehege gesetzt, anschließend Leo und Strubbel. Die drei haben sich natürlich wieder gejagt, es ist auch Fell geflogen, aber sie haben sich nicht blutig gebissen. Teddy hat sich zwischendurch sogar geputzt und sie haben nacheinander auch schon gefressen.  Mein Fazit: ich habe zwar ein gutes Gefühl, aber ich denke, sie brauchen noch etwas Zeit. Jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden.

Natürlich vermisse ich Teddy! Aber ich habe trotz allem Streß bemerkt, daß er aufgeblüht ist. Im Gegensatz zu gestern, war er hier in den letzten Wochen fast schon ein wenig apathisch. Daher würde ich mich sehr für ihn freuen, wenn er bei der Rasselbande wohnen bleiben könnte.

Und was sagt Krümel schließlich zum Sylvesterfeuerwerk? “Uuii, eine rote/grüne/weiße Rakete. Klasse, ist das jetzt jede Nacht so? Wie, ich muß jetzt wieder schlafen? Was das etwa schon alles?”

Es bleiben nur noch ein paar Stunden…

… dann wird Teddy umziehen.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.  Lachen, weil ich Sylvia und ihre Rasselbande wiedersehen werde, weil sie unseren Krümel kennen lernen wird und vor allem, weil Teddy dann endlich wieder Kaninchengesellschaft bekommen und artgerecht gehalten wird. Weinen, weil wir ein Familienmitglied hergeben werden, welches seit fast 8 Jahren bei uns lebt.

Ich weiß, daß Du es bei Sylvia sehr, sehr gut haben wirst! Und denke dran: zeig Strubbel mal, wie der Hase läuft. ;)

Teddy wird umziehen

Nach reiflicher Überlegung und tagelangem Zögern habe ich mich nun doch dazu entschlossen, daß Teddy in eine andere Kaninchenfamilie umziehen wird. Ich tue es für Teddy!

Ich habe nämlich jetzt genau die Situation, die ich nie wollte: Einzelhaltung in einem großen Käfig im Kinderzimmer. Ein typisches Kinderzimmerkaninchen also! Teddy zeigt mir auch sehr deutlich, daß er damit nicht glücklich ist und frißt wenig und hockt oft stundenlang im Häuschen.  Das ist falsch verstandene Tierliebe.

Unsere Überlegung falls wir ein Kind bekommen sollten, war damals folgende: Purzel und Teddy würden zusammen in unseren Garten umziehen. Dazu wollten wir das Gehege als Grundlage nehmen und es wetterfest umbauen. Dort wären sie zu zweit in der freien Natur glücklich gewesen und hätten sich selber genügt.

Nun mußten wir uns ja im November von Purzel verabschieden, so daß Teddy alleine in den Garten umziehen müßte. Aber dazu muß er noch mindestens bis April – je nach Wetterverhältnisse – alleine im Käfig hocken. Und auch dort im Gehege wäre er alleine. Er hätte zwar die Natur um sich, aber gerade draußen kann ich mich noch weniger mit ihm beschäftigen. Hier im Kinderzimmer bekommt er wenigstens noch mit, wenn ich mich mit unserem Krümel beschäftige. Draußen wäre er wirklich ganz alleine.

Natürlich habe ich auch bei Herrn Ohrenmonster die Möglichkeit angesprochen, ein zweites Kaninchen aufzunehmen, aber da weigert er sich strikt. Solche Entscheidungen müssen von allen mitgetragen werden, sonst geht es nicht gut.

Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Teddy wird an Silvester zu Sylvias Strubbel und Leo umziehen. ;)   Das war die einzige Möglichkeit, mit der ich mich anfreunden konnte, denn da weiß ich Teddy in super guten Händen. Außerdem hoffe ich doch sehr, daß Sylvia ab und zu mal auf dem Blog von ihm berichten wird.

Vielen Dank Sylvia für dieses gar nicht so selbstverständliche Angebot! :)

Bitte drückt alle Daumen und Pfötchen und Krallen, daß die Zusammenführung gut verlaufen wird und Teddy ein tolles neues zu Hause finden kann. 

Nun brechen für Teddy die letzten 17 Tage bei uns an. Mir wird das Herz bluten, aber für Teddy ist es das Beste.

Adieu Purzelchen

Wir haben gestern abend von Dir Abschied nehmen und Dich von Deinem schweren Krebsleiden erlösen müssen.

Letztes Jahr im Dezember wurde Dir das erste Mal ein Gesäugetumor entfernt, und schon damals hat der Tierarzt davon gesprochen, Dich zu erlösen. Doch wir haben uns für eine OP entschieden. Es war klar, dass der Tumor bösartig ist und wiederkommen würde, und eventuell auch andere Organe, vorzugsweise die Lunge, bereits befallen haben könnte. Doch Du hattest einen so starken Lebenswillen, dass Du 2 Tage nach der OP wieder genauso Rabbatz gemacht hast wie vorher.

Im April kam der Tumor jedoch wieder. Auch diesmal sprach der Tierarzt davon, Dich sofort zu erlösen. Man wollte Dir die Lunge röntgen, um mir die Entscheidung einfacher zu machen. Doch ich habe abgelehnt. Denn wenige Stunden vor dem Tierarztbesuch hast Du Teddy noch die Brombeerzweige über die Rübe gezogen und Deine Schublade durch die Gegend gepfeffert. Wie hätte ich Dich da „erlösen“ sollen?

Im Juni jedoch hast Du mich damit erschreckt, dass Du Deinen Hinterlauf nicht mehr unter Kontrolle hattest. Wir waren sofort mit Dir in Behandlung, aber die Tierärzte konnten nichts feststellen, so dass ich vermutete, ein Tumor würde vielleicht auf die Nerven drücken. Doch man sagte mir, dann wäre die Lähmung beidseitig. Leider hat keine Behandlung richtig angeschlagen. Die Lähmung besserte sich zwar ein wenig, so dass Du wieder normal sitzen konntest, aber im Oktober war Dein Hinterlauf von heute auf morgen steif. Gestern Abend wurden an diesem Hinterlauf jeweils am Sprunggelenk und am Kniegelenk Tumore festgestellt.

Im Verlauf des Jahres ist mir aufgefallen, dass Du sehr geräuschvoll geatmet hast, wenn Du aufgeregt warst, und gestern hast Du richtig gepumpt um Luft zu bekommen. Die Tierärztin vermutete daher ebenfalls einen Tumor in der Lunge. Außerdem ertastete sie eine Verhärtung im Bauchraum.

Seit dem Zeitpunkt, da Dein Hinterlauf steif geworden ist, hast Du mir recht deutlich gezeigt, dass Deine Lebensqualität und auch Dein Lebenswille abnimmt. Ich wusste von der Kontrolluntersuchung beim Impftermin her, dass der Gesäugetumor ebenfalls wieder gekommen ist. Außerdem warst Du sehr stark abgemagert. Seit der ersten Krebsoperation hast Du kontinuierlich an Gewicht verloren, obwohl Du gefuttert hast, wie ein Scheunendrescher. Ich habe Dir bereits Futter von der Firma mit dem großen V gegeben, damit Du wenigstens ein bisschen zunimmst. Aber Du hast immer mehr abgenommen und warst gestern nur noch Haut und Knochen.

In der letzten Zeit hast Du nicht mehr mit Teddy gekuschelt, Du hast kaum noch gefressen und hast Dich über Tag immer öfter in Dein Häuschen zurückgezogen. Von meinem ursprünglichen Rabbatz und Krawall Kaninchen hast Du Dich in ein kleines Häuflein Elend verwandelt. Jetzt wurde es Zeit, Dich zu erlösen, auch wenn es noch so schwer fällt.

Ich hoffe, Du hattest trotz allem ein schönes Leben bei uns und hast Deinen Weg über die Regenbogenbrücke gut gefunden.

Teddy ist nun zum 2. Mal Witwer geworden.

Sorge um Purzel

Im Moment mache ich mir große Sorgen um Purzel.

In den letzten Tagen hat sie nur noch in ihrer Schublade gesessen und ist lediglich kurz zum Fressen herausgekommen. Ich merke jedoch, daß sie nicht mehr soviel frißt wie früher und dementsprechend abgenommen hat. Seit der ersten Krebsoperation hat sie zwar kontinuierlich abgenommen, aber mittlerweile merke ich ganz deutlich ihre Knochen, wenn ich sie streichle. Ich habe schon kurz nach der 2. Krebsoperation das Futter ein wenig umgestellt, doch anscheinend bringt das keinen Gewichtsstillstand, geschweige denn eine Zunahme

Die Lähmung ihrer Pfote hat sie bis vor kurzem kaum gestört, doch in den letzten beiden Wochen fühlt sie sich damit extrem unsicher und unwohl. Sie ist zum Glück nicht apathisch, aber sie bewegt sich kaum noch.

Mein großes Problem ist nun, daß ich ihr nicht helfen kann! Das einzige, was ich heute für sie tun konnte, war, daß beide Ohrenmonster wieder in den Krankenkäfig umgezogen sind. Dort hat Purzel Einstreu unter ihren Pfoten und damit mehr Halt und vielleicht durch die hohen Ränder auch ein Gefühl der Sicherheit, da sie sich überall anlehnen kann.

Demnächst würde die 3. Krebsoperation anstehen. Aber ob sie die unter den Voraussetzungen überleben wird? Ich habe das traurige Gefühl, daß Purzelchen nicht mehr lange bei uns bleiben wird. :(

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