Erstaunlich

Krümel hat mich heute morgen überrascht!

Am Sonntag habe ich ihm erzählt: “Am Donnerstag kommt die Oma mit dem Auto, dann fahren wir zur Monique.” Das habe ich ihm gestern morgen und gestern mittag noch einmal erzählt. Ich habe ihm in der Vergangenheit schon öfter gesagt: “Am Donnerstag fahren wir zur Monique.” Oder “Oma kommt mit dem Auto.”

Heute morgen lag er wach im Schlafsack in seinem Kinderbett, und als er mich sah, sagte er: “Dodach (Donnerstag), Oma, Auto, Monique.”

Das hat er also behalten und miteinander verknüpft! Erstaunlich!

So schnell seine geistige Entwicklung vorwärts geht, so schleppend geht seine motorische Entwicklung voran. Mit dem Stehen und Laufen hapert es noch immer.  Aber es kommt! Wir arbeiten dran! Es ist noch kein Kind krabbelnd eingeschult worden. ;)

Nick Knatterton

Nein, nicht der Nick Knatterton - sondern unser Zeitungsbote. Besser gesagt: seine Vertretung.

Unser regulärer Zeitungsbote bringt uns die Zeitung nachts gegen 3 Uhr mit dem Auto. Ihn sieht man nicht, ihn hört man nicht. Zumindest in diesem Punkt ein sehr angenehmer Zeitgenosse.

Seine Vertretung ist jedoch genau das Gegenteil. Er knattert auf seinem Roller gegen 6:30 Uhr durch unsere Wohnsiedlung und weckt die ganze Nachbarschaft. Nicht nur, daß Papa Ohrenmonster morgens seiner Zeitung beraubt ist, denn er geht bereits um 5:45 Uhr aus dem Haus, sondern auch daß der Zeitungszusteller hier mit mächtig Krach und Tempo durch eine verkehrsberuhigte Zone rast. Um diese Zeit sind immerhin schon ein paar Menschen auf der Straße.

Ein Gutes hat es allerdings: unser Krümel hat dadurch ein neues Wort gelernt. Er weiß jetzt, was ein Motorrad ist. Sein Wort dafür ist “Toa”. ;)

Krümels aktuelle Mama-Phase

Krümel hat im Moment eine ganz extreme Mama-Phase. Einerseits ist das unheimlich schön! :) Andererseits auch ziemlich anstrengend.

Ich kann im Moment noch nicht einmal alleine auf Toilette gehen. Jetzt werden bestimmt einige sagen ”Kenne ich, mein Hund / meine Katze muß auch immer mit.” Im Prinzip habe ich da ja auch nichts gegen. Dann kann Krümel in der Zwischenzeit wenigstens keinen Blödsinn machen. Aber wenn dann jede meiner ”Handlungen” entsprechend kommentiert wird, ist mir das schon ein bißchen peinlich!

Es reicht ja schon, wenn Oma Ohrenmonster zu Besuch ist, auf die Gästetoilette geht und Krümel sich direkt vor die Tür setzt, um dann allen zu erzählen: “Oma Pippi.” !

Ansonsten nutze ich die 90 Minuten, in denen Krümel vormittags schläft zum Haushalt machen, Mittagessen kochen und spülen. Eigentlich ein sinnloses Unterfangen, da nach dem Essen die Küche sowieso wieder aussieht wie ein Schlachtfeld.  Beim Aufräumen hängt Krümel dann an meinem Bein und verlangt ganz entschieden: “Mama Arm!” Da möchte er dann spazieren gucken und genießt es, wenn ich ihm erkläre, was draußen so passiert. Manchmal geht das auch nicht, dann muß er eben ein paar Minuten alleine spielen.

Ich genieße also meinen abendlichen Feierabend, wenn Krümel ab 19:30 Uhr im Bett liegt und schläft!

Müttermeditationen: Mitten in der Nacht stillen

“Ich erinnere mich sogar daran, dass mich ein Glücksgefühl durchströmte, als ich um zwei Uhr morgens aufstand, weil das Baby hungrig war, denn ich sehnte mich danach wieder einen Blick darauf werfen zu können.” (Margaret Drabble)

Leitsatz: ich werde diese Augenblicke genießen

Ich weiß nicht, ob es vielleicht an den (fehlenden) Hormonen lag, dass ich nicht so empfunden habe, aber ich war froh, als der kleine Mann mich bzw. uns hat durchschlafen lassen.  Im Text wird davon gesprochen, dass diese Momente sehr intim zwischen Mutter und Kind seien, wenn die Mutter in vollkommener Stille das Kind wiegt und liebkost. In einer anderen Zeitschrift wurde beschrieben, wie man es genießen sollte den Mond und die Sterne zu betrachten.

Ich kann mich daran erinnern, dass letztes Jahr im Winter schon sehr früh Schnee gefallen ist und es bis weit in den Januar hinein immer wieder geschneit hat. Wir hatten also entweder Schnee auf den schrägen Dachflächenfenstern, bei den gerade stehenden Fenstern waren die Rolladen unten, oder der Himmel war bedeckt.  War wohl nix mit Mond und Sterne gucken. Als es endlich Frühling wurde, hat unser Krümel durchgeschlafen.

Interessanterweise habe ich jedoch auch von keiner anderen Mutter gehört, dass es ihr so ergangen ist, wie oben beschrieben. Die meisten erzählten, dass sie ihre Babys zu sich ins Bett genommen haben, dann ist zuerst die Mutter eingeschlafen, danach das Kind, und als beide wieder wach wurden, konnte man nahtlos dort anknüpfen, wo man aufgehört hat.

Megafon

Nein, ich brauche noch kein Megafon, um zu Krümel durchzudringen. Im Gegenteil, er versteht alles bestens, sogar wenn man flüstert. Er versteht sogar, wenn Papa Ohrenmonster sich einen Keks nimmt, das er gar nicht laut sagt und nur an das Barfach des Wohnzimmerschranks geht (andere haben eine Süßigkeitenschublade, wir nehmen das Barfach) und mit der Kekstüte knistert.

Worauf ich hinaus will: Krümel hatte damals in seinem Adventskalender ein Wimmelbuch ”Sachen suchen bei der Feuerwehr”.  Dort war auch ein Megafon abgebildet, worauf er vor einiger Zeit mit einem freudigen “Da” zeigte. Was macht also Mama Ohrenmonster? Sie erklärt ihm kindgerecht, wozu es gut ist: “Es macht die Sprache lauter.” Ich flüstere ihm zu: “So hört es sich an, wenn Du ohne Megafon sprichst, und so” – damit forme ich mit einer Hand eine Art Trichter, halte sie an den Mund und spreche richtig laut – “wenn Du mit Megafon sprichst”.

Soweit so gut.

Am Samstag nachmittag kam Oma Ohrenmonster zu Besuch und das Gespräch kam auf das Wort Megafon. Wir hatten noch nicht einmal das Buch dabei, da nahm Krümel eine Hand an den Mund und brummelte hinein!!! Oma Ohrenmonster und ich waren total baff!

Im Moment können wir auch seinen Wortschatz erweitert um: Keks, Käse, Loch, Bauch, hui (Rutsche), miau (Katze), Hallo, Tschüß und kokoko (Kokosnuß)

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